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Bodensee Radurlaub 2010

Vom 14.- 18. Juni 2010 unternahmen die Radwanderer Helmut Baschab, Helmut Holl, Horst Junik, Peter Hansen, Peter Wagner und Karl-Heinz Winter ihren geplanten Bodenseeurlaub. Wir trafen uns am Montag, den 14.06.2010 um 08.00 Uhr am Parkplatz Lidl in Bexbach (Peter und Karl-H. stiegen später zu) um nach Homburg zum Bahnhof zu radeln.  Mit der Bahn ging es dann über Richtung Neustadt Weinstraße nach Karlsruhe. Nun kam ("für die Warmduscher und Platzpatronen, Wortschatz darf eigentlich nicht mehr beim RV-Blitz verwandt werden") die erste Herausforderung mit Rad und Gepäck den Zug zu wechseln. Zu meiner Überraschung gelang dies mit großer Disziplin recht gut. Nun hatten wir über zwei Stunden Zeit um Pläne zu schmieden. Wir entschieden uns kurzfristig nach Konstanz zufahren und mit der Fähre nach Meersburg über zu setzen. Nach kurzer Erfrischung und Besichtigung ging es zur Fähre. Zunächst ging alles gut, nach dem Anlegen gab es die ersten Ausreißversuche. Conrad, Karl-Heinz und Peter erkundeten zunächst Meersburg, wobei wir anderen schon auf dem Weg nach Wangen unterwegs waren. Radurlauber des RV-Blitz gehen aber nicht verloren, man findet sie sogar wie eine Stecknadel im Heuhaufen erleichtert wieder. Nun ging es im zweiten Anlauf und fast ebener Strecke weiter nach Wangen. Unser Quartier war dort schnell gefunden, es war das einzigste Haus in Wangen 1. Nachdem uns Frau Rid eingewiesen hatte, mußte möglichst rasch gegen den Hunger und Durst etwas unternommen werden. Das Ziel die Zollernstuben in Bermatingen war schnell ausgemacht. In froher Runde waren die Anstrengungen des Tages schnell vergessen. Das Programm für die nächsten Tage, vor allem das Frühstück am nächsten Morgen, mußte geplant werden. Jeder hatte dabei seine Aufgaben, denn man sah, daß Menschen zum ersten male mit Arbeiten beschäftigt waren, die sie ganz offensichtlich noch nie ausgeführt hatten. Aber vor allen Dingen darf das zu hause nicht bekannt werden. 

Während des Frühstücks wurde das Tagesprogramm festgelegt. Unsere erste Tour sollte uns von Wangen über Ittendorf Meersburg, Hagenau, Immenstaad, Fiedrichshafen, Eriskirch, Langenargen, Kressborg nach Wasserburg führen. In Eriskirch mußte allerdings etwas für unser leibliches Wohl getan werden. Die weitere Fahrt nach Wasserburg, viel uns aus vielerlei Gründen leicht. Wir waren in Gesellschaft einer holländischen Radlertruppe mit Damen, die uns geradezu zum nachradeln animierten. Die nähere Beschreibung wird mittels Videofilm an der Jahresabschlußfeier belegt. Wir nahmen uns die Zeit und Muse uns die schöne Stadt anzusehen. Die Heimfahrt nach Wangen wurde in Friedrichshafen bei Kaffee und Kuchen und kurzer Besichtigung unterbrochen. Zurück fuhren wir, (den kleinen Hügel in Meersburg wollten  wir heute umfahren) weiter über Immenstaad, Kluttern, Lippach, Markdorf. Immerhin bewältigten wir die 95 km Strecke bei gutem Fahrrad Wetter, guter Laune und keinem Sturz bzw. Verletzungen. Unterwegs wurde selbstverständlich der Abend besprochen. Am Abend In Markdorf zu Fuß angekommen, wurde zunächst die Innenstadt besichtigt unter dem Aspekt, wo gibt es für hungrige und durstige Blitzer die beste Niederlassung. Es dauerte selbstverständlich nicht lange, der Hunger und Durst ließ dies nicht zu. Nach guter Manier gab es gute und große Portionen die zum wiederhohlen am nächsten abend einluden. Alles war super, wir speisten, tranken, berichteten von unserer schönen Tour und vor allen Dingen hörten wir (ich ganz besonders), der Wirtin zu, bis Horst dies jäh unterbrach, schade. Auf dem Heimweg wurde das natürlich ausführlich diskutiert, bei nächsten Fehlverhalten führt dies zu Sanktionen.

Am nächsten morgen zeigte sich das Wetter nicht sehr freundlich. Allerdings wer glaubt Blitzer schreckt dies, der irrt. Heute wollen wir nach Stein am Rhein radeln (93 km) hin und zurück. Zunächst geht es zur Fähre nach Meersburg und setzen nach Konstanz über. Es beginnt zu nieseln und wenn es einmal angefangen hatt..... Kurz nach Konstanz kommen wir in Schweizer Land nach Trägerwillen, 1. Verpflegungsstelle beim Bodenseemarathon,weiter über Ermatingen, Berlingen, Steckborn, Mammern Eschenz Stein am Rhein. Auf eine Rast unterwegs verzichteten wir. In Stein am Rhein wurden wir aber zunächst bei Kaffee und Kuchen etwas versöhnt. Danach wurde, so weit das Wetter dies zulies, besichtigt und fotographiert, die Stadt lädt gerade dazu ein. Die Rückfahrt war zügig, anstrengend und ähnlich einer Etappe beim diesjährigen Giro. Die Folge, in Wangen angekommen wurden zunächst die Räder samt Zubehör und danach die Körper vom Schmutz befreit. Das alles hinderte aber nicht daran, nach Markdorf zu wandern und dem Körper wieder ein Stück Lebensqualität zurück zu geben. 

Der nächste Tag begann freundlicher. Wir beschlossen, heute nach Überlingen zu radeln. Zunächst ging es nach Salem. Eine wunderschöne Klosteranlage mit Schloß lud zum verweilen ein.  Unsere Tour ging über schöne Radwege, etwas hügelig weiter. Nach kurzer Strecke trafen wir zwei Radler die uns auf das Kloster Birnau aufmerksam machten. Im nachhinein stellte sich dies als eine schöne Fügung heraus.  Auf dem Weg dahin bemerkten wir, daß viele kleinere Wasertümpel sich hintereinander reihten. Ein paar Kilometer weiter, auf dem Affenberg angekommen, zeigte sich uns ein verspielter Ort. Auf den wenigen Häusern hatten mindestens 15 Storchenpaare ihr Nest bezogen, ein wunderschöner Anblick. Selbstverständlich wurde viel mittels Kamera und Gamecorder festgehalten. Außerdem befand sich ein Affen- und Vogelgehege, das wir aber aus Zeitgründen nicht in Augenschein nahmen. Unser weg führte uns weiter zur schönsten Barrock Kirche in Süddeutschland nach Birnau, die Besichtigung lohnte sich. Die Kirche liegt etwa 100 m über dem Niveau des Bodensees und läßt natürlicherweise einen wunderschönen Blick weit über den Bodensee und das gegenüberliegende Hochgebirge zu. So verwöhnt, radelten wir weiter nach Überlingen. Kurz davor sollte selbstverständlich auch etwas für das leibliche Wohl getan werden.

Nach kurzer Rast waren wir an unserem Tagesziel angekommen. Die Stadt lud zum verweilen ein.

Schöne Fachwerkhäuser, die Münsteranlage und selbstverständlich auch ein Kaffee bzw. ausnahmsweise ein Weizenbier war Grund genug dafür. Bis dahin war es eine sehr schöne Wellnestour.Über Radwege am Ufer des Bodensees ging es in flotter Fahrweise zurück nach Meersburg. Dort angekommen trübte sich erst der Himmel, danach die gute Laune ein. Wir beschlossen, so wollte es der Frankenholzer Peter eine Regenpause bei einem schönen Eis ein zu legen. Das Eis war gegessen, der Regen war noch da. Also machten wir uns auf die Heimfahrt nach Wangen. Horst allerdings zeigte sich heute beim kurzen steilen Anstieg in bester Verfassung. Die Gedanken danach, waren selbstverständlich der körperlichen Wiedergutmachung zugewandt. Dank unserer Wirtin kamen wir heute mittels Auto zu unserer Verwöhnoase. Heute war für die beiden Helmut, Schweinehaxen angesagt, die mindestens die Ausmaße von Peter am Vortage hatten. Selbstverständlich wurden die anderen mindestens genau so verwöhnt. Heute, Vorabend der Heimreise, wollten wir noch zu hause gemütlich zusammen sitzen und blieben nicht ganz so lange bei Frau Wirtin, auch weil wir wegen der vielen Gäste nichts mehr von ihr in Erfahrung bringen konnten.

Die Abfahrt am nächsten Tag gestaltete sich schwierig und feucht (schweinsiger Regen war angesagt) und kälter als an den Vortagen. Wir entschlossen uns deshalb nicht nach Konstanz, sondern nach Markdorf zu fahren. Zu alledem war die Abfahrzeit eine Stunde später und weiter Verspätung der Bodenseebahn. Die verspätete Heimfahrt, mit Umstieg in Radolfszell und in Karlsruhe, führte zu einer einstündigen Wartezeit für den Zug nach Neustadt. Allerdings wurde das Wetter seit Radolfszell immer besser. Auch das verlorene WM-Spiel konnte aber die insgesamt erlebten schönen Urlaubstage nicht schmälern. In Bruchmühlbach trennten wir uns von Peter und Karl-Heinz und trafen gegen 17.00 Uhr in Homburg ein. In flotter Fahrt wurde nachhause geradelt und der nächste Radurlaub angedacht.

Im übrigen fuhren wir für zirka 35 €  pro Person hin und zurück mit der Bahn.

Die Bildergalerie folgt noch,

Helmut